Schulnachrichten 25/26

Mittelschule Reichertshofen und Wacker Neuson sind Bildungspartner


Unter der Schirmherrschaft der IHK für München und Oberbayern haben das Unternehmen Wacker Neuson Produktion GmbH & Co. KG und die Mittelschule Reichertshofen eine IHK Bildungspartnerschaft unterzeichnet. Schule und Unternehmen arbeiten damit bei der Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler künftig eng zusammen.

Geplant sind für das laufende Schuljahr verschiedene, die Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler fördernde Aktionen. Dazu zählen beispielsweise eine Betriebsführung für die Jahrgangsstufe 7, die Teilnahme von Wacker Neuson an der Berufsinformationsmesse der Schule sowie der Besuch von IHK Ausbildungsscouts – das sind Azubis aus dem Wacker Neuson Produktionswerk in Reichertshofen – in den 7. und 8. Klassen. Bei diesem Termin stellen die nahezu Gleichaltrigen den Schülern ihre Ausbildungsberufe und ihre Ausbildung vor. Darüber hinaus lädt Wacker Neuson interessierte Schülerinnen und Schülern ein, Praktika im Unternehmen zu absolvieren, bei denen sie in unterschiedliche Ausbildungsberufe hineinschnuppern können.

„Über die Partnerschaft möchten wir die Berufsorientierung an der Mittelschule unterstützen und den Jugendlichen unsere kaufmännischen und gewerblich-technischen Ausbildungsberufe näherbringen – wie zum Beispiel die Fachkraft für Lagerlogistik, die Industrie- und Zerspanungsmechanikerin oder Industriekaufleute. Wir wollen realistische Einblicke in unsere Arbeitswelten vermitteln und zeigen, welche spannenden Aufgaben mit den jeweiligen Berufsabschlüssen verbunden sind“, erklärt Georg Riedmeier, Leiter der Ausbildung im Wacker Neuson Produktionswerk Reichertshofen. Der Standort ist das weltweite Kompetenzzentrum für Verdichtungstechnik der Wacker Neuson Group. Hier werden Vibrationsplatten und Stampfer für die Boden- und Asphaltverdichtung entwickelt und gefertigt, darunter die Akkustampfer und Akkuplatten von Wacker Neuson.

Personalreferentin Theresa Pfaller ergänzt: „Wir werden Bewerbungstrainings für Acht- und Neuntklässler anbieten, so dass die Schülerinnen und Schüler praxisnah erleben, wie eine Bewerbung für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz abläuft und gut gerüstet in die echte Bewerbungsphase starten.“ Riedmeier betont: „Auch für das neue Ausbildungsjahr suchen wir bereits Azubis. Praktika können ein wichtiger Türöffner sein, denn wer sich für eine Ausbildung bei Wacker Neuson interessiert, kann in einem Praktikum bestens in unser Unternehmen hineinschnuppern. Die fundierten Einblicke in den Arbeitsalltag können helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Persönliche Kontakte zu den jungen Leuten aufzubauen ist uns wichtig und zahlt sich in der Regel aus.“

Für Schulleiterin Andrea Dietenhofer ist die Partnerschaft mit Wacker Neuson in Reichertshofen ein wichtiger Baustein, um den Schülerinnen und Schülern noch bessere Einblicke in die vielfältige Welt der Berufe zu ermöglichen. „Uns noch besser mit der Wirtschaft zu vernetzen, ist uns besonders wichtig. Mit der Unterzeichnung dieser Bildungspartnerschaft bekommen unsere Schülerinnen und Schüler sehr praxisnahe Einblicke in den Alltag eines wichtigen regionalen Arbeitgebers. Sie können verschiedene Ausbildungsberufe und Karrieremöglichkeiten in einem Industrieunternehmen kennenlernen. Dank der geplanten Bewerbungstrainings erhalten sie wichtige Tipps von Personalern für ihre erfolgreiche Bewerbung. Unser Ziel ist es, dass alle unsere Schülerinnen und Schüler mit dem Schulabschluss den passenden Karriereweg einschlagen. Dafür spielen die Angebote im Bereich der dualen Berufsausbildung eine große Rolle. Wir freuen uns daher sehr auf die Zusammenarbeit", so Dietenhofer.

„Der Erfolg jeder einzelner unserer IHK Bildungspartnerschaften steht und fällt mit dem Engagement der jeweiligen Bildungspartner. Ziel dieser Kooperationen zwischen Ausbildungsunternehmen und Schulen ist es, die Ausbildung dahoam zu stärken und Schülerinnen und Schüler über Berufsausbildungsmöglichkeiten in ihrer Heimat zu informieren. Unternehmen können sich dadurch als Ausbildungsbetrieb präsentieren und kommen mit potenziellen Azubis in Kontakt“, erläutert Daniela Deichstetter, Bildungsberaterin der IHK-Geschäftsstelle Ingolstadt. „Für Unternehmen und Schulen ist solch eine Partnerschaft immer ein Gewinn“, erklärt die Beraterin weiter.


Zauberhafter Weihnachtsmarkt an der Schule begeistert Groß und Klein

 

In festlich geschmückter Atmosphäre fand am 18. Dezember der Weihnachtsmarkt der Grund- und Mittelschule statt und verwandelte das Schulgebäude in einen Ort voller Kreativität und gelebter Gemeinschaft. Kinder, Eltern, Lehrkräfte und Gäste erlebten einen rundum gelungenen Nachmittag, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Mit beeindruckendem Engagement und großem Ideenreichtum hatten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften den Weihnachtsmarkt gemeinsam vorbereitet und trugen maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung bei. In den Klassen wurde gebastelt, geprobt und organisiert – das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Liebevoll selbstgebastelte Dekorationen, kreative Geschenkideen und kunstvolle Arbeiten der Kinder wurden an den Ständen präsentiert und fanden großen Anklang bei den Besucherinnen und Besuchern.

Ein besonderes Highlight waren die musikalische Begrüßung und die Theateraufführungen der OGTS, bei denen die Kinder mit viel Freude, Mut und Talent auf der Bühne standen und das Publikum begeisterten. Ebenso beliebt waren die zahlreichen Bastelaktionen, bei denen kleine und große Gäste selbst kreativ werden konnten.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Kinderpunsch, Würstchen und viele selbstgemachte Leckereien sorgten für weihnachtlichen Genuss.

Große Spannung herrschte bei der Tombola, die dank zahlreicher großzügiger Spenden mit attraktiven Preisen bestückt war. Die strahlenden Kinderaugen der Gewinnerinnen und Gewinner zeugten von der Freude, die dieser Programmpunkt auslöste.

Der Weihnachtsmarkt zeigte eindrucksvoll, was möglich ist, wenn eine Schulgemeinschaft zusammenarbeitet. Die beiden Hauptorganisatorinnen Britt Schwanke und Lena Küfner waren begeistert: „Es war nicht nur ein Fest der Vorfreude auf Weihnachten, sondern auch ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt, das Engagement und das Herzblut für unsere Schule.“


Lesen aus dem Schuhkarton – Ein besonderes Erlebnis für unsere Schülerinnen und Schüler


Am 15.12.2025 verwandelte sich unsere Grundschule in einen Ort voller Geheimnisse, Geschichten und staunender Kinderaugen. Unter dem Motto „Lesen aus dem Schuhkarton“ erlebten die Klassen eine außergewöhnliche Aktion, die nur durch das großartige Engagement vieler Eltern möglich wurde.

Mit viel Kreativität, Liebe zum Detail und einer großen Portion Fantasie hatten die Eltern und die Kolleginnen der Grundschule geheimnisvolle Schuhkartons vorbereitet. Jeder Karton war ein kleines Kunstwerk: bunt gestaltet, sorgfältig bestückt und gefüllt mit Hinweisen, Figuren oder Gegenständen, die neugierig machten und die Kinder direkt in die Welt der jeweiligen Geschichte hineinzogen.

In den Klassenzimmern entstand eine Atmosphäre voller Spannung und Begeisterung. Die Kinder lauschten aufmerksam den Geschichten, die zu den Schachteln gehörten und ließen sich von den Erzählungen verzaubern.

Die Aktion zeigte eindrucksvoll, wie sehr gemeinsames Lesen verbindet und wie wertvoll die Unterstützung der Eltern für das Schulleben ist. Durch ihr Engagement wurden den Kindern unvergessliche Momente geschenkt, die Freude am Lesen geweckt und die Fantasie beflügelt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Eltern, die mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrer Begeisterung dieses besondere Erlebnis möglich gemacht haben.


Experimente zum Thema Infektionskrankheiten


Im Rahmen des NT-Unterrichtes haben unsere Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe spannende Versuche im November durchgeführt: Alltagsgegenstände wie Münzen, Klassenzimmerluft, Türklinken oder Handyoberflächen wurden auf ihre Keimbelastung getestet. Die Proben wurden in Petrischalen angesetzt und zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig Mikroorganismen im Alltag vorkommen können.

Sehr interessant war das Ergebnis in Bezug auf Geldmünzen. 1-, 2- und 5 – Cent - Münzen waren wegen ihrer Kupferbeschichtung kaum bis gar nicht keimbelastet, wohingegen 1- und 2 – Euromünzen auf eine deutliche Keimbelastung schließen lassen. Aber auch in der Luft (Klassenzimmer, Flur) konnte man Bakterien, Viren und Pilze feststellen und nachweisen, genauso wie auf jedem anderen Gegenstand. Mit Hilfe von Seife und Desinfektionsmittel konnte man die Keimbelastung, z.B. an den Händen, aber erheblich reduzieren. Die entstandenen Bilder geben einen faszinierenden Einblick in die unsichtbare Welt der Bakterien, Viren und Pilze – und verdeutlichen zugleich, warum Hygiene im täglichen Leben so wichtig ist.


Geschenk mit Herz 2025


Die Grund- und Mittelschule Reichertshofen hat in der Vorweihnachtszeit ein starkes Zeichen der Nächstenliebe gesetzt. In einer Initiative des Elternbeirats wurde die traditionelle Aktion „Geschenk mit Herz“ des Hilfswerks Humedica e.V. zum vollen Erfolg. Das Ergebnis der diesjährigen Sammlung: Beeindruckende 82 liebevoll gepackte Päckchen konnten für bedürftige Kinder in Osteuropa gesammelt werden.

Die Anmeldung wurde vom Elternbeirat übernommen, die bereits gepackten Päckchen konnten von den Kindern bereits im Vorfeld mit in die Schule gebracht werden und wurden dort bis zum Abholtag aufbewahrt.

Von den jüngsten Grundschülern bis zu den älteren Mittelschülern füllte die gesamte Schulfamilie Schuhkartons mit neuwertigen Spielsachen, warmer Kleidung, Hygieneartikeln und Süßigkeiten.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten dabei große Empathie. Sie lernten, dass ihr persönlicher Beitrag direkt dazu beiträgt, Gleichaltrigen in ärmeren Verhältnissen ein strahlendes Weihnachtsfest zu ermöglichen – ein wichtiger Lerneffekt in Sachen Solidarität und globaler Verantwortung.

Am Freitag, den 5. Dezember, fand die Übergabe der gesammelten Geschenke statt. Ehrenamtliche Helfer von Humedica holten die 82 Päckchen ab. Von Reichertshofen aus begeben sich die Sendungen nun auf den Weg in die Zielländer wie Albanien, Rumänien und die Ukraine, wo sie an Kinder verteilt werden, die nicht das Glück von Geschenken kennen.

Der Elternbeirat sowie die Schulleitung sind stolz auf alle Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte für die herausragende Spendenbereitschaft. Vor drei Jahren zum ersten Mal durchgeführt, zeigt die stetig wachsende Anzahl an Päckchen die Beliebtheit der Art der Spende in der Schulfamilie. Die Aktion „Geschenk mit Herz“ war auch in diesem Jahr wieder ein leuchtendes Beispiel für gemeinschaftliches Handeln.


Ein Apfelbaum als Ort des Erinnerns für Schule 


„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber, dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“ (Max Mannheimer, Überlebender des Holocaust)


Am 25. November fand auf dem Gelände der Grund- und Mittelschule ein besonderer Festakt statt: die Pflanzung eines Korbiniansapfelbaums, gespendet von der Kreisfrauenunion. Die Schulleiterin eröffnete die Feier und hob die historische Bedeutung des Baumes hervor. Der sogenannte „Apfelpfarrer“ Korbinian Aigner hatte während seiner Haft im Konzentrationslager Dachau Apfelsorten gezüchtet – ein stilles Zeichen des Widerstands. Der Baum wird künftig als lebendiges Symbol für Meinungsfreiheit, Menschlichkeit und den Mut, Unrecht nicht schweigend hinzunehmen auf dem Schulgelände stehen. Die Schülerinnen der Klasse 9a stellten die Lebensgeschichte Aigners dar, während die Klasse 9bM zehn eindrucksvolle Aussagen von KZ-Insassen verlas. Diese Beiträge gingen den Zuhörenden spürbar unter die Haut und verliehen der Veranstaltung eine besondere Tiefe.

Bürgermeister Michael Franken betonte die Bedeutung des Friedens, gerade für die junge Generation. Demokratie brauche mutige Menschen, die für Freiheit und Gerechtigkeit einstehen. Dabei verwies er auf aktuelle Diskussionen über geopolitische Spannungen, in denen Experten von einem „möglicherweise letzten Friedenssommer“ gesprochen haben – eine Mahnung, wie wichtig es ist, Frieden aktiv zu bewahren. Die FU Kreisvorsitzende Gabi Breitmoser dankte der Schule für ihre Bereitschaft, den Korbiniansapfelbaum zu pflanzen und diesem Ereignis einen würdigen Rahmen zu geben. . Sie unterstrich, dass der Baum ein starkes Zeichen der Erinnerung sei. Den Höhepunkt bildete die fachmännische Pflanzung durch Jakob Muthig.

Mit dem neuen Korbiniansapfelbaum hat die Schule einen Ort geschaffen, der Erinnerung und Verantwortung verbindet – und zugleich Hoffnung für die Zukunft gibt.


„Der Mann für alle Fälle“ - Herzlicher Abschied für langjährigen Hausmeister der Grund- und Mittelschule


Mit einer bewegenden Feier wurde der langjährige Schulhausmeister Hans Dauer in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Seit 2002 war er die gute Seele des Schulhauses – und prägte den Alltag von Schülern und Lehrkräften gleichermaßen. Zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister Michael Franken, das Kollegium und weitere Weggefährten, waren gekommen, um ihm für seinen jahrzehntelangen Einsatz zu danken.

Schulleiterin Andrea Dietenhofer würdigte Hans Dauer in ihrer Ansprache als „Herz und gute Seele“ der Schule. Sie erinnerte daran, dass er weit mehr als nur die klassischen Aufgaben eines Hausmeisters übernommen habe: Ob Pausenverkauf, Botengänge, Reparaturen oder die Ausstattung der Klassenzimmer – er sei stets zur Stelle gewesen und habe mit großem Engagement den Alltag der Schulfamilie geprägt. Bürgermeister Michael Franken betonte in seiner Rede, dass der scheidende Mitarbeiter seit seinem Dienstantritt im Jahr 2002 nahezu ununterbrochen Umbauten und Veränderungen am Schulgebäude begleitet habe. „Viele Schüler erinnern sich später nicht mehr an ihre Lehrer, aber an den Hausmeister – und das spricht für sich“, so der Rathauschef.

Das Kollegium verabschiedete Hans mit einem selbst gedichteten Lied. Auch die Schülerinnen und Schüler ließen es sich nicht nehmen, ein Geschenk zu übergeben. Von der Lehrerschaft erhielt er zudem eine Thermoskanne samt Tasse - passend zu seiner Leidenschaft für die Jagd. Sichtlich gerührt bedankte sich der Ruheständler und versprach den Kontakt zur seiner Schule nicht abreißen zu lassen. Im Anschluss an die offiziellen Worte klang die Feier bei Buffet und Getränken in geselliger Runde aus.


AusbildungsOffensive-Bayern an unserer Schule


Der Vor-Ort-Campus der AusbildungsOffensive-Bayern hat bei uns Halt gemacht – und es war richtig spannend! Unsere 8. Klassen konnten verschiedene Berufe der Metall- und Elektroindustrie kennenlernen, selbst ausprobieren und mit Lara und Miriam ins Gespräch kommen, welche die 90-minütige Veranstaltung geleitet haben. Ob Technik, IT oder kaufmännische Jobs – die Vielfalt hat alle überrascht, ebenso wie die gute Bezahlung und Einstellungschancen. Besonders cool waren die Mitmachaktionen, bei denen man direkt selbst aktiv werden konnte. Alles in allem war der Besuch des Vor-Ort-Campus eine tolle Erfahrung, die Lust auf die Zukunft gemacht hat. Wir bedanken uns herzlich bei der AusbildungsOffensive-Bayern für diesen tollen Tag!


„Von der Geburt bis zur Bahre“: Reichertshofener Schülerinnen und Schüler besuchen das Bayerische Sozialministerium


Am 22.10.2025 besuchten 17 interessierte Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Reichertshofen im Rahmen der Aktion „Lernort Staatsregierung“ das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Nach der Ankunft und einer kurzen Brotzeit bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Kurzvortrag, der sie über das politische System des Freistaats Bayern informierte. Außerdem erkannten sie durch die Informationen über den Aufbau und die Aufgaben des Ministeriums, dass speziell das besuchte Ministerium für alle Menschen von der Geburt bis ins hohe Alter zuständig und relevant ist. Danach gab die Leiterin des Terminreferats einen Einblick in den Arbeitsalltag der Staatsministerin Ulrike Scharf, und welches hohe Maß an Vorbereitung durch den Mitarbeiterstab hierfür notwendig ist. Beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler dabei speziell vom hohen Arbeitspensum und der großen Verantwortung einer Berufspolitikerin. Im Rahmen eines Fachvortrags erfuhren die Schülerinnen und Schüler von der Bedeutung des Maßregelvollzugs als multiprofessionelle Behandlung straffällig gewordener Menschen, die aufgrund einer psychischen oder Suchterkrankung das Unrecht Ihrer Straftat nicht einsehen können.

Nach einem Mittagessen und einem kurzweiligen Quiz, ging es noch weiter zur Bayerischen Staatskanzlei. Das direkt am Münchener Hofgarten gelegene Gebäude wurde zuerst von außen, dann von innen besichtigt. Der Höhepunkt der Führung dort war mit Sicherheit der Saal des Ministerrats, also der Raum, in dem die Bayerische Staatsregierung wöchentlich tagt. Wer wollte, konnte bei dieser Gelegenheit gleich noch auf dem Stuhl von Ministerpräsident Markus Söder Platz nehmen – ein Platz übrigens, der bisher nur Männern vorbehalten war. Aber wer weiß: Vielleicht war eine künftige Ministerpräsidentin heute Teil der Reisegruppe?

Die Mittelschule Reichertshofen bedankt sich für diesen interessanten Tag bei der Landeszentrale für politische Bildung, dem Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales sowie der Verwaltung der Staatskanzlei, die dieses außergewöhnliche Erlebnis möglich gemacht haben. Für die teilnehmenden Schülerinnen und Schülern wurde so das sonst oftmals abstrakte Thema der Politik erfahrbar, da man selten die Gelegenheit bekommt, hinter die Kulissen derjenigen Orte zu blicken, an denen die wichtigen Entscheidungen für unsere Gesellschaft getroffen werden. Die Schulfamilie freut sich bereits heute auf die nächste Teilnahme an der Aktion „Lernort Staatsregierung“.